[Rezension] Die Bestimmung Letzte Entscheidung - Veronica Roth

Genre: Jugendbuch, Dystopie
Veröffentlichung: 21.10.2013
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48252-8
Preis: 9,99 €





Klappentext

Die Fraktionen haben sich aufgelöst, und Tris und Four mussten erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Gemeinsam wollen Tris und Four diese neue Welt erkunden. Doch ihr Vorhaben stößt auf erbitterten Widerstand. Und auch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als die beiden erkennen, dass die Lüge, die ihr Leben bestimmt, noch gewaltigerer ist, als sie es sich bisher vorstellen konnten. In größter Gefahr muss Tris eine letzte Entscheidung treffen - und riskiert alles...


Rezension


ACHTUNG SPOILER!!!!
Das Buch ist der dritte Teil der Die Bestimmung Trilogie. Teil eins habe ich bereits rezensiert und war vollauf begeistert (Hier). Teil zwei war auch ganz ok, hierzu habe ich keine Rezension verfasst, weil ich einfach nicht wusste was ich davon denken sollte. Er war nicht so gut wie der erste Teil aber auch nicht wirklich schlecht. Beim dritten Teil muss ich sagen, wurde ich maßlos enttäuscht. Darum werde ich wohl im folgenden ab und zu spoilern, damit ich meiner Enttäuschung Luft machen kann.

Zudem muss ich noch sagen, ich habe das Buch nicht fertig gelesen. Kennt ihr das, wenn ihr nur noch wütend seid, wenn ihr ein Buch lest, das ihr absolut nicht verstehen könnt? Nein? Gut vielleicht bin ich auch nur ein Extremfall. Aber vielleicht kennt ihr das Kribbeln, wenn im Buch etwas geschieht, dass überhaupt nicht sein sollte. Wie ein Jucken im Kopf, das man einfach nicht beseitigen kann. Jedenfalls zurück zum Thema, ich habe das Buch abgebrochen & das muss etwas heißen. Ich hasse es grundsätzlich Bücher nur halb zu lesen & lese jedes noch so schlechte und langweilige Buch zu Ende. Das Gefühl ein Buch fertig zu haben ist einfach schön, ein halb gelesenes Buch jedoch wieder ins Regal zu stellen, lässt mich nicht in Ruhe. Aber ich verspürte durchgehend Aggressionen beim Lesen und habe mich dann dazu entschlossen mich selber zu spoilern um zu wissen, ob ich weiterlesen soll oder nicht. Was ich dann über das Ende des Buches erfahren musste, hat mich dazu bewogen es einfach sein zu lassen. Aber jetzt mal zu den Figuren.

Ich hatte das Gefühl die Autorin hat bei allen Figuren einen kompletten Charakterwechsel vorgenommen. Vor allem Four war wie ausgewechselt. Ich weiß nicht warum sie aus dem zuvor so starken Kerl eine kleine Memme gemacht hat (okay vielleicht ein klein wenig übertrieben). Four lässt sich die ganze Zeit von seinen Eltern beeinflussen, obwohl er in den letzten beiden Bänden bereits mit ihnen abgeschlossen hatte. Jetzt hängt er aber wieder am Rockzipfel seiner Mutter und lässt sich von seinem Vater disziplinieren. Was soll das? Außerdem wo sind seine vier Ängste hin? Auf einmal hat er vor alles und jedem Angst. Wohin ist der mutige Four der seine Tris immer beschützt hat? Ein weiterer mir völlig unverständlicher Punkt ist, das Four in eine emotionale Krise stürzt, als er erfährt dass er doch kein Unbestimmter ist. WAS ZUR HÖLLE? Sie haben alle so viel durchgestanden und durch ihre Unbestimmtheit so viel durchmachen müssen & jetzt wäre es endlich egal wie er ist, aber er stürzt sich halt jetzt in eine Identitätskrise. Nice 👍
Zu Tris habe ich nicht so viel zu sagen, sie hat mich im zweiten Band auch schon mit ihrer egoistischen, rücksichtslosen Art gestört. Im dritten Teil hat sie sich jetzt zur absoluten Selbstzerstörungsmaschine gewandelt. Sie opfert sich für wirklich jeden und alles immer völlig auf. Ihr ist es egal wen sie alles alleine zurücklässt, hauptsache sie setzt ihr Leben für etwas aufs Spiel. Vor allem die Liebe zu ihrem kleinen hinterhältigen Bruder macht mich wahnsinnig. Wie oft muss man seine Schwester verraten und ausliefern, bis man endlich dafür bestraft wird. Aber nein, Tris ist die Naivität in Person und verzeiht ihrem Bruder scheinbar alles und opfert sich zu guter letzt sogar für ihn auf (Das war übrigens der Hauptgrund, warum ich es nicht fertig gelesen habe).
Außerdem nervte mich sooo unglaublich, dass es keinen wirklich gestört hat, das sie alle nur ein Experiment waren. Also ganz ehrlich, wenn sich herausstellt, dass unsere Welt und an alles was wir glauben, alles was wir machen nur ein Experiment von anderen Menschen ist, weil sie glauben bessere Menschen zu sein als der Rest, nehme ich das dann einfach so hin? Ich renne dennen doch die Bude ein und mach sie fertig, aber doch nicht so in der Art: 'Ach wir waren nur ein Experiment? Wir haben nie selbstbestimmt gehandelt? Ihr habt uns einfach beim gegenseitigen abschlachten zugesehen und nichts unternommen? Okay cool, geht für mich in Ordnung, ich fang dann einfach mal ein neues Leben bei euch an.' VÖLLIGES UNVERSTÄNDNIS dafür! Okay jetzt habe ich meine Wut genug ausgelassen, tut mir leid für die Ausbrüche.

Fazit

Ein wirklich nicht gelungenes Finale der Trilogie. Hat mich sehr enttäuscht, vor allem da der erste Teil eines meiner Lieblingsbücher ist. Am schlimmsten fand ich wirklich die Veränderung von Four. Von diesem starken und unnahbaren Kerl zu einem richtigen Weichei. Eigentlich wollte ich Fours Geschichte noch lesen, aber ich weiß nicht ob ich das aushalte, wenn er da ebenso ist. Alles in allem möchte ich dem Buch aber doch noch zwei Sterne geben, weil der Trilogieauftakt eben wirklich gut gelungen ist. Im Endeffekt müsst ihr euch selbst eine Meinung bilden, und durch ein bisschen rumstöbern auf anderen Buchblogs, habe ich gemerkt, dass ich wohl die Einzige bin, die so schlecht von diesem Buch denkt. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden  ;)

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2/5

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